UMTS-Handy
Das UMTS-Handy galt eine Zeitlang als die mobile Revolution. Marktforscher prognostizierten immense Umsätze für die Mobilfunkkonzerne. Eine UMTS-Lizenz war gleichbedeutend mit der Lizenz zum Geld drucken. Und alles nur mit den neuen Dienstleistungen, die sie den Mobilfunkkunden dank der verbesserten Technik, nun zur Verfügung stellen konnten.
Bei einem UMTS-Handy, steht das UMTS für Universal Mobile Telecommunications System und das ist die offizielle Bezeichnung für das Mobilfunknetz der dritten Generation. Das analoge C-Netz war der erste Vorfahre unseres Mobilfunknetzes und somit die erste Generation. Der volldigitale GSM-Standard wurde daraufhin als zweite Generation (2G) des Mobilfunk-Standards vorgestellt. UMTS ist folglich ein Mobilfunkstandard der dritten Generation (3G).
Hier ein Beispiel, um den Vergleich zwischen den Möglichkeiten der zweiten und dritten Generation zu demonstrieren. Um ein 1 Megabyte großes Datenpaket nach GSM-Standard mit dem Handy zu versenden braucht man unter optimalen Bedingungen fünf Sekunden. In einem UMTS-Mobilfunknetz braucht ein UMTS-Handy nur den Bruchteil einer Sekunde.
Eine UMTS-Lizenz, das heißt die Lizenz zum Errichten und Betreiben eines solchen Mobilfunknetzes, wurde von verschiedenste europäische Regierungen, in einem Bieterverfahren an den Höchstbietenden versteigert. Leider konnte keines der Unternehmen die erhofften Mehreinnahmen durch die UMTS-Lizenz erlösen, so dass in den folgenden Jahren Abschreibungen in Milliardenhöhe fällig wurden.
Trotz alldem ist das UMTS-Handy heutzutage in Deutschland nicht mehr wegzudenken. Die Hälfte aller Mobiltelefone hierzulande ist UMTS fähig und die Zahl wächst weiter an.
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